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Model-Context-Protocol (MCP) Verbindungen

MCP-Verbindungen ermöglichen es, externe Tools und Datenquellen über das Model Context Protocol in Echtzeit anzubinden. Im Gegensatz zu Gepflegtem Wissen und Verknüpftem Wissen werden MCP-Daten nicht vorab gespeichert, sondern bei Bedarf live vom MCP-Server abgefragt.

Dies eignet sich z. B. für die Anbindung von internen APIs, Datenbanken oder spezialisierten Tools, die aktuelle Informationen liefern sollen — etwa Produkte, Preise oder technische Daten aus Legacy- oder Fachsystemen.

Für kundenspezifische Logik wird empfohlen, eine MCP-fähige Middleware aufzubauen, die als Brücke zwischen dem AI Hub und den bestehenden Systemen dient.

Voraussetzungen

Ein laufender MCP-Server, der über eine URL erreichbar ist und das Model Context Protocol implementiert.

Konfiguration

Verbindungsdaten

  • Name: Ein beschreibender Name für die Verbindung.
  • URL: Die Basis-URL des MCP-Servers (z. B. https://mcp.beispiel.com/mcp).
  • Version: Die MCP-Spezifikationsversion, die der Server implementiert (z. B. 2025-03-26), wie in der MCP-Server-Konfiguration angegeben.
  • Server Name: Der Name des MCP-Servers, wie in der MCP-Server-Konfiguration definiert.

Authentifizierung

Die Kommunikation mit dem MCP-Server erfolgt Server-zu-Server. Über Authentifizierungstyp wird ausgewählt, wie sich der AI Hub am MCP-Server anmeldet. OAuth-Flows werden aktuell nicht unterstützt.

  • HTTP Basic Auth: Anmeldung mit Benutzername und Passwort.
    • Benutzername: Der Benutzername für die Authentifizierung am MCP-Server.
    • Passwort: Das Passwort für die Authentifizierung am MCP-Server.
  • Bearer Token: Anmeldung mit einem Token, das als Authorization: Bearer <token> gesendet wird.
    • Token: Das Token für die Authentifizierung am MCP-Server — ohne das Präfix Bearer, dieses wird automatisch ergänzt.
  • Custom Auth-Header: Der eingegebene Wert wird unverändert als Authorization-Header gesendet — z. B. ein ApiKey-Schema, je nach Vorgabe des MCP-Servers.
  • Keine Authentifizierung: Es wird kein Authorization-Header gesendet. Nur für Server geeignet, die keine Anmeldung erfordern.

Passwort, Token und Custom Auth-Header werden verschlüsselt gespeichert und nach dem Speichern nicht mehr angezeigt. Beim Bearbeiten einer Verbindung bleibt das gespeicherte Secret erhalten, solange das Feld leer gelassen wird. Beim Wechsel des Authentifizierungstyps werden die Zugangsdaten des vorherigen Typs gelöscht.

SSE-Fallback

  • Automatischen SSE-Fallback aktivieren: Wenn aktiviert, wechselt die Verbindung automatisch auf Server-Sent Events (SSE), falls die primäre Verbindungsmethode fehlschlägt. Standardmäßig deaktiviert.

Parameter

Optional können zusätzliche Parameter als Key-Value-Paare definiert werden. Diese werden als Header an den MCP-Server übergeben — z. B. für zusätzliche Authentifizierung oder Konfiguration.

Für jeden Parameter:

  • Key: Muss mit einem Buchstaben oder Unterstrich beginnen und darf Buchstaben, Zahlen, Unterstriche und Bindestriche enthalten.
  • Value: Der Wert des Parameters.

Verwaltung

MCP-Verbindungen werden auf Workspace-Ebene angelegt und verwaltet. Alle im Workspace konfigurierten Verbindungen stehen anschließend für die Agent-Versionen innerhalb dieses Workspaces zur Verfügung.

Verwendung in Agents

Nach dem Anlegen einer MCP-Verbindung kann diese im Tab Datenquellen einer Agent-Version aktiviert werden. Im Flow können über die Tool Node dann die vom MCP-Server bereitgestellten Tools aufgerufen werden. Dabei kann ausgewählt werden, welche spezifischen MCP-Tools verwendet werden sollen.

Stellt der MCP-Server beim Verbindungsaufbau eigene Anweisungen (instructions) bereit, werden diese unverändert an den Agent übergeben — eine Konfiguration im AI Hub ist nicht nötig. Diese Anweisungen beschreiben den Server als Ganzes, etwa in welcher Reihenfolge Tools aufzurufen sind oder welche Einschränkungen gelten.

Hinweise zu einem einzelnen Tool gehören dagegen in die Beschreibung (description) des jeweiligen Tools. Diese wird ebenfalls automatisch an den Agent übergeben und ist in der Tool Node bei der Auswahl der Tools sichtbar.

Verbindungsdetails

Ein Klick auf eine Verbindung in der Übersicht öffnet die Detailansicht. Sie zeigt, was der MCP-Server beim Verbindungsaufbau tatsächlich meldet — im Gegensatz zur Konfiguration, die nur die im AI Hub hinterlegten Angaben enthält. Bearbeitet wird eine Verbindung weiterhin über das Stift-Symbol.

Server

Die konfigurierten Angaben (URL, Server Name, Version) stehen den vom Server gemeldeten Angaben gegenüber:

  • Name und Version: Die Kennung, die der Server selbst übermittelt. Weicht der gemeldete Name vom konfigurierten Server Name ab, ist die Verbindung falsch konfiguriert.
  • Capabilities: Die Fähigkeiten, die der Server unterstützt (z. B. tools, resources, prompts, logging).
  • Verbindung: Der aktuelle Status. Schlägt die Verbindung fehl, wird die Fehlermeldung des Servers im Klartext angezeigt — hilfreich bei falscher URL, abgelehnter Authentifizierung oder nicht erreichbarem Server.

Anweisungen

Die Anweisungen (instructions), die der Server beim Verbindungsaufbau mitliefert, im Volltext. Damit ist nachvollziehbar, welcher Text tatsächlich an den Agent übergeben wird. Liefert der Server keine Anweisungen, steht hier -.

Tools

Alle Tools, die der Server bereitstellt, mit ihrer Beschreibung (description). Beide Angaben stammen direkt vom Server und werden nicht im AI Hub gepflegt.

Aktualisieren

Verbindungen werden für kurze Zeit zwischengespeichert. Die Schaltfläche Aktualisieren verwirft den zwischengespeicherten Verbindungsaufbau und fragt den Server erneut ab. Das ist nützlich, wenn am MCP-Server Anweisungen oder Tools geändert wurden und diese sofort sichtbar sein sollen.